Wie den Ausstieg planen?

Einiges vorweg:

Wenn man aufhört zu rauchen, wird dem Körper zu Anfang etwas fehlen. Viele Menschen frustriert der Gedanke, dass ihnen etwas fehlt so, dass Unruhe und Angst entstehen und der Wunsch zu rauchen sich verstärkt.
Wichtig ist sich folgendes klar zu machen: Mit dem Rauchen aufzuhören ist leichter, als passabel Klavier spielen zu lernen. Für das Klavierspielen braucht man einige Jahre Übung. Für das Nichtrauchen nur eine Entscheidung.
Manche hören auf zu rauchen. Dann, nachdem die Suchterscheinungen aufgehört haben, zünden sie sich wieder eine an, um sich zu beweisen, dass sie davon frei sind. Schon ergreift die Sucht die Gelegenheit zurückzukommen und brüllt: „Ich will noch eine!". Wenn man aufgehört hat zu rauchen, versucht die Sucht alle möglichen Argumente aufzubringen, warum man weiterrauchen sollte, versucht einem einzureden, dass man das Zeug braucht und ohne nicht auskommen würde. Das ist die übliche Gehirnwäsche, die aktiv wird.
Wenn Sie aufgehört haben, versuchen Sie nicht, nicht an das Rauchen zu denken. Das ist so als wollten Sie nicht an ein gelbes Kaninchen mit einem Cowboyhut denken. Schon sieht man es vor sich. Sie dürfen an das Rauchen denken, und zwar an das, was es wirklich ist, die Giftspritze, die mit Millionen gesponsert wird und die Killerdroge Nr.1 ist. Sie dürfen ans Rauchen denken, und zwar daran, wie gut es ist, dass Sie es endlich losgeworden sind. Wenn es Ihnen schwer fällt, können sie sich sagen, „wenn die Zigaretten auf dich eine solche Wirkung haben und dich so versklaven und dich so abhängig gemacht haben, dann ist es besonders wichtig, dass du endlich damit aufhörst. Wenn die Sucht sich im Leben so breit gemacht hat, dann wird es Zeit sie endlich rauszuschmeißen."

Wie sich das Rauchen abgewöhnen?

Für die meisten Personen ist es sinnvoll, von einem Tag zum anderen mit dem Rauchen aufzuhören. Nur etwa 20% aller Exraucher haben sich das Rauchen schrittweise abgewöhnt. Nutzen Sie die oben beschriebenen Vorstellungsübungen um herauszufinden, welcher Weg für Sie der Beste ist.
Eine weitere Möglichkeit den Weg zum Nichtraucher finden ist, sich einen Tag, bevor man mit dem Rauchen aufhört, zu überrauchen, d.h. mehr Zigaretten zu rauchen als man eigentlich verkraften kann. Wichtig ist, einen geeigneten Zeitpunkt zu wählen um mit dem Rauchen aufzuhören. Beginnen Sie erst sich vom Rauchen zu befreien, wenn Sie fest dazu entschlossen sind. Wählen Sie einen Zeitpunkt, wo Sie frei von drängenden Anforderungen und übermäßigem Stress sind.

Weitere Tipps, die Ihnen helfen Ihr Ziel zu erreichen.

Wenn sie erst einmal ihren Konsum reduzieren wollen und den Ausstieg vorbereiten wollen: Sorgen Sie für genügen frische Luft und körperliche Bewegung. Beginnen Sie mit einer regelmäßigen sportlichen Betätigung, für die Sie Zeit einplanen. Wechseln Sie ihre Zigarettenmarke und rauchen Sie nur noch nikotinarme Zigaretten. Holen Sie sich ihre Zigaretten nur noch aus dem übernächsten Automaten oder aus dem übernächsten Geschäft. Dadurch verschaffen Sie sich gleichzeitig ein wenig Bewegung. Bewahren Sie Feuerzeug und Zigaretten an unterschiedlichen Orten auf. Rauchen Sie jede Zigarette nur noch bis zur Hälfte.
Haben Sie ein zweites Problem, mit dem Sie sich herumschlagen, so machen Sie einen Vertrag mit sich "Wenn ich das Rauchen nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgegeben habe, werde ich etwas unternehmen um dieses andere Problem zu lösen". Wenn Sie sich beispielsweise für schüchtern halten, kann der Vertrag beinhalten, jeden Tag einen fremden Menschen anzusprechen. Dies solange bis es Ihnen entweder keine Schwierigkeiten mehr macht und/oder Sie mit dem Rauchen aufgehört haben. Wählen Sie sich jemanden, der diesen Vertrag überwacht.

Wenn dann der Ausstieg konkret wird:

Vernichten Sie alle Zigaretten in ihrer Umgebung. Entfernen Sie Aschenbecher und andere Utensilien, die Sie mit dem Rauchen verbinden. Meiden Sie, wenn möglich, eine Zeit lang die Gesellschaft von Rauchern und vermeiden sie für eine gewisse Zeit Kontexte (Kneipen, verqualmte Orte usw.), wo sie immer geraucht haben.

Mineralwasser und Obst:

Kommt das Bedürfnis auf zu rauchen, so trinken Sie ein Glas Mineralwasser oder essen Sie Obst! Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich. Trinken Sie mehrere Gläser Fruchtsaft, Mineralwasser oder (Kräuter-)Tee, insbesondere in den ersten Tagen, nachdem Sie mit dem Rauchen aufgehört haben. Das ist auch sinnvoll, um die Giftstoffe auszuschwemmen. Essen Sie vermehrt Obst und nehmen Sie reichlich Vitamine (vor allem die Vitamine B und C) zu sich. Machen Sie sich bewußt, dass es von Tag zu Tag einfacher werden wird, Zigaretten beiseite zu lassen und dass Sie es irgendwann genießen werden von Zigaretten frei und unabhängig zu sein.

Sich belohnen:

Belohnen Sie sich für das Erreichen Ihres Zieles. Wenn Sie sich ausrechnen, wieviel Geld Sie in Zukunft dadurch sparen, dass Sie Nichtraucher werden, dann leisten Sie sich von dieser Summe bestimmte Dinge, die Sie schon immer haben wollten oder die Sie erleben wollten, wie z.B. eine Reise zu verwirklichen. Bieten Sie jeder Person, die nicht glaubt, dass Sie es schaffen werden, Nichtraucher zu werden, eine Wette an, dass Sie es schaffen . Wenn Sie diese Tipps und Anregungen beachten, haben Sie schon einen wesentlichen Schritt getan, Ihrem Ziel näher zu kommen.