Die Falle, in die man als Raucher getappt ist.

 

 

Jeder Raucher fragt sich irgendwann, warum er raucht, da doch die Nichtraucher nichts vermissen. Alle Raucher wissen auf irgendeine Weise, dass sie in eine Falle getappt sind, aber sie versuchen nicht daran zu denken, und versuchen sich einzureden, dass sie etwas genießen, was ihnen schadet. Raucher geben sich selbst oft eine Fülle von Suggestionen, die es Ihnen schwer machen, Nichtraucher zu werden. Raucher merken unbewusst, in welche Falle sie hinein gelaufen sind. Manche versuchen den Rest des Lebens aus der Falle wieder herauszukommen. Es geht einfacher, wenn sie die Suggestionen kennen, die sie aufgesogen haben und die weiteren Informationen auf dieser Seite nutzen.

Hier einige Beispiele:

Suggestion eins: Rauchen würde beruhigen
Suggestion zwei: Rauchen sei ein Zeichen on Freiheit
Suggestion drei: Rauchen sei Männlich
Suggestion vier: Rauchen sei emanzipiert
Suggestion fünf: Rauchen sei Genuss

 

Suggestion eins: Rauchen würde beruhigen 

Eine typische Behauptung vieler Raucher ist, dass das Rauchen beruhigt. Der außenstehende Beobachter wundert sich, denn man beobachte die „Ruhe" eines Rauchers, wenn er seine Zigaretten nicht findet, der Zigarettenautomat klemmt, er kein Kleingeld hat oder feststellt, dass er in einer Nichtraucherzone gelandet ist. Er ist die „Ruhe selbst". Tatsächlich glauben viele Raucher trotz unbestreitbarer Anzeichen von massiver Unruhe durch selbst kurzfristigen Nikotinentzug an die beruhigende Wirkung der Zigarette. Tatsächlich erzeugt das Rauchen Unruhe, denn vielfach schon bei kurzfristigem Abfall des Nikotinspiegels reagiert der Körper mit Entzugserscheinungen. Der Raucher greift wieder zur Zigarette und stellt fest, die suchtbedingte Unruhe läßt nach, und glaubt, die Zigarette beruhige. Das Einzige was die Zigarette beruhigt, ist die durch die Sucht entstandene Unruhe. Zigaretten machen nervös, das ist es!


Suggestion zwei: Rauchen sei ein Zeichen von Freiheit 

Hier ist man den Werbeslogans der Zigarettenindustrie auf den Leim gegangen. Da sieht man Bilder von gesunden Menschen, die fröhlich, unbeschwert und kontaktfreudig ihre Zigaretten qualmen. Das Gegenteil ist der Fall. Rauchen führt oft zu Verstimmungen zwischen Rauchern und ihrer Umgebung. Es erschwert Kontakte anstatt sie zu fördern. Besonders deutlich wird dies auf Flügen, bei denen sich Nichtraucher entspannt unterhalten und der Raucher unter seinem Nikotinentzug leidet. „Lift off" heißt es in der Werbung, und man sieht ein Flugzeug starten, und was ist, es ist ein Nichtraucherflug. Raucher sind gezwungen zu rauchen. Dies ist das Gegenteil von Freiheit. Selbst die Tatsache, dass der Marlboro-Mann als Vorbild einer ganzen freiheitlichen Rauchergeneration am Ende mit Lungenkrebs ans Bett gefesselt war und daran gestorben ist, scheint der Raucher als freiheitliche Entscheidung eines Einzelnen zu sehen.


Suggestion drei: Rauchen sei männlich 

Rauchen beginnt meist in der Jugend. Die Zigarettenindustrie nutzt dabei das Bedürfnis, dass Jungen männlich-stark aussehen möchten. Die Werbung suggeriert ihnen, dass Rauchen männlich sei, obwohl ihnen nach der ersten Zigarette alles andere als männlich stark zu mute ist. Wenn sie dann erst einmal abhängig sind, kön-en sie nicht ohne ihre Zigaretten. Als bräuchten sie die Mutterbrust hängen sie an diesen qualmenden Dingern. Haben sie sie vergessen, werden sie nervös, können sie keine bekommen, werden sie weinerlich und liefern einen erbärmlichen und keinen besonders männli-cher Anblick.


Suggestion vier: Rauchen sei emanzipiert 

Frauen möchten oft cool und weltgewandt aussehen und halten sich an den Zigaretten fest. Sie sehen in dem qualmenden Ding eine sichtbares Zeichen der Gleichstellung und der eigenen starken Anteile. Die Zigarette als Teil der erkämpften Rechte. Sind keine da, hat es mit der Coolheit ein Ende und sie wer-den nervös. Denn wenn man wirklich irgendwann erwachsen oder welterfahren ist, verflucht man den Tag, an dem man so blöd und naiv war, mit diesem Mist anzufangen.


Suggestion fünf: Rauchen sei Genuss 

Wer glaubt, die Zigarette sei ein Genuss, sollte sich fragen, warum er andere Dinge, die auch genussvoll sind, tun oder bleiben lassen kann. Warum muß er sich eine anzünden, und warum überfällt ihn die Panik, wenn er sich vorstellt, nicht mehr zu rauchen? Und wa-rum haben so viele Menschen das Gefühl, wie von einer furchtbaren Krankheit geheilt worden zu sein, wenn sie es geschafft haben, aufzuhören zu rauchen? Nachdem man endlich frei geworden ist, wundert man sich oft, was eigentlich dran gewesen ist, an diesen Dingern. Manche Raucher wenden ein, dass sie bestimmte Zigaretten wirklich genießen. Die Zigarette nach dem Essen, nach dem Sex, nach dem Aufstehen. All dies sind Zigaretten, die vor allem die Nikotinabhängigkeit befriedigen, denn während des Essens, dem Sex und dem Schlafen kann man schlecht rauchen. Was man genießt ist, dass der Entzug und die Unruhe nachläßt und sich Entspannung einstellt. Die gemütliche Zigarette beim Kaffee oder in einer entspannten Situation ist überflüssig, denn das kann jeder Nichtraucher auch genießen - ohne Zigarette!
Allerdings: Rauchen kann in bestimmten Situationen für die Stabilisierung des Selbst benutzt werden, ähnlich wie ein Mensch mit großen Problemen sich mit Alkohol oder Medikamenten zu beruhigen versucht.